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Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen

Geschichte

Die LBS Bozen verweist auf eine lange Tradition

Geschichte

Die Gründung der Landesberufsschule für Handwerk und Industrie kann auf eine lange Tradition verweisen: schon 1954 fanden in der Schule die ersten „Kurse“ (so nannte man damals den schulischen Teil einer Jahrgangsstufe) statt, bevor 1955 das erste Berufsschulgesetz in Kraft getreten ist und die duale Ausbildung auch eine rechtliche Grundlage erhielt.

Die Berufsschule Bozen stand seit Beginn immer in Verbindung mit der Entwicklung von Handwerk und Industrie. Das kam auch dadurch zum Ausdruck, dass die Schule über 40 Jahre lang im Hauptgebäude der Bozner Messe untergebracht war.

Im Herbst des Jahres 1954 fanden im Untergeschoss des vierstöckigen Gebäudes die ersten Kurse statt, während in den oberen Stockwerken erst die Böden verlegt wurden.

Vieles lief einfach und bescheiden und noch sehr provisorisch. So war der erste Leiter der Schule gleichzeitig auch Lehrer und Sekretär.

1955 wurde der Berufsschulbesuch für alle Lehrlinge in Südtirol verpflichtend und das Berufsschulwesen daraufhin auch zunehmend auf- und ausgebaut. Um 1960 wurden an der Berufsschule Bozen die ersten Gesellenprüfungen abgenommen.
Die Ausbildung der Lehrer bestand anfangs aus einem mehrwöchigen Aufenthalt an einer Berufsschule in Baden-Württemberg, meist in Stuttgart. Die Südtiroler Lehrer hospitierten bei deutschen Kollegen und hielten auch eigene Praktika. In den 60er Jahren wurden zudem vermehrt Kontakte zu österreichischen Berufsschulen aufgenommen. Dieser Kontakt wurde nicht nur fachlich, sondern auch sportlich und gesellschaftlich gepflegt.

In den Jahren des starken wirtschaftlichen Wachstums haben sich auch die Berufsschulen stark weiterentwickelt. Auch an unserer Schule wurden die Angebote erweitert, ein Neubau war unumgänglich geworden. Das alte Schulgebäude wurde abgerissen, an dessen Stelle das neue erbaut. Die Klassen wurden währenddessen auf mehrere Standorte in der Stadt verteilt.

Nach vier Jahren Bauzeit konnte endlich im Jänner 2004 der erste Teilabschnitt des neuen Schulgebäudes bezogen werden. Schon in der Übergangszeit wurde mit dem Aufbau zweier Fachausbildungen begonnen.
2002 begann die Ausbildung der Mechatroniker/innen, ein Jahr später wurde die Fachschule für Informatik eröffnet.
2006 kam die Fachschule für Gebäude und Infrastrukturtechnik dazu. Im Sinne der Begabtenförderung wurden diese Vollzeitschulen auf vier Jahrgangsstufen ausgebaut, somit können Jugendliche nach einem abschließenden fünften Jahr zur Berufsmatura zugelassen werden.

Neben den technisch ausgerichteten Fachrichtungen für die Grundausbildung, bietet die Berufsschule Bozen mehrere Lehrgänge für die höhere Ausbildung nach einer abgeschlossenen Lehre oder nach der Matura an.
Neben den Vorbereitungskursen auf die Meisterprüfung werden pro Jahr ca. 150 berufliche Weiterbildungskurse angeboten. Die Berufsschule Bozen ist als autorisiertes Zentrum für den Erwerb eines in ganz Europa anerkannten Computerführerscheines bereits in allen öffentlichen Schulen des Landes bekannt. Pro Jahr werden an unserer Schule etwa 5000 ECDL-Prüfungen abgenommen.