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Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen

Eingebunkert - Exkursion zum Bunker Nr. 3 in Franzensfeste

14.05.2023 | News

„Im Bunker wohnen Spinnen. Sie sind blind, hören aber gut und bei Geräuschen verschwinden sie zumeist!“ Von dieser Ankündigung ließen sich die Schüler der MTR 2A nicht abschrecken und folgten Toni wagemutig in die spärlich beleuchteten Gänge des Bunkers 3 in Franzensfeste.

Toni führte uns durch enge Gänge und schmale Treppen, durch ehemalige Schlafräume, und brachte durch seine anschaulichen Erzählungen den Bunker zum Leben.

Bunker setzten sich durch mehrere Stellungen bzw. Räumlichkeiten für allgemeine Zwecke zusammen. Sie waren so eingerichtet, dass man im Falle einer Umzingelung 8 Tage, abgeschnitten von der Außenwelt, überleben konnte.

Lebensmittellager, Wasservorräte, Medikamente und viele technische Geräte (sogar die Sauerstoffzufuhr war garantiert) erleichterten das Leben im Bunker. In den unzähligen Nischen wurde Munition gelagert.

Bunker Nr. 3 ist in einem Wald, nahe der Festung, gelegen. Wie es sich für einen Bunker gehört, ist er gut getarnt und kaum sichtbar. Gebaut ist er aus Beton, überschüttet mit Erde. Darauf gedeiht eine üppige Vegetation.  Eingänge und Stellungen sind mit der typischen Tarnverkleidung versehen.

Bunker Nr. 3 war während des Kalten Krieges und darüber hinaus noch bis 1992 in Betrieb. Das komplexe unterirdische System erstreckt sich auf verschiedenen Ebenen über 290 Meter.

Spinnen haben wir keine getroffen, dafür erhielten wir einen ausführlichen Einblick in die Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges.

Der Besuch der Dauerausstellung „Eingebunkert“ rundete unseren Lehrausflug ab.