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Sicherheitskoordinator auf Baustellen

Ausbildung zum Sicherheitskoordinator auf Baustellen

Kursziel:

Sie erwerben die Befähigung zur Ausübung der Tätigkeit als »Sicherheitskoordinator im Bausektor« (ges. vertr. Dekret 81/2008). Sie haben in der Planung- und Ausführungsphase die Aufgabe für die Sicherheit aller Beteiligten auf der Baustelle und aller sich in der Umgebung der Baustelle aufhaltenden Personen zu sorgen. Zu Ihren Hauptaufgaben gehört es, den Sicherheits- und Koordinierungsplan zu erstellen und anzupassen, die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen laut Sicherheits- und Koordinierungsplan durch die Unternehmen während der Ausführungsphase zu überwachen und die Angemessenheit der Sicherheitsdokumentation der Unternehmen zu prüfen. Der Kurs wird in einen ersten theoretischen Teil und in einen zweiten praktischen Teil unterteilt. Die Kursdauer beträgt insgesamt 120 Stunden.

Programm: Programm: Modul 1: Rechtliches Modul (28 Stunden). Grundlegende Gesetzgebung im Bereich der Arbeitssicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz. Vertragliche Bestimmungen über Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz. Bestimmungen zur Versicherung gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten; Europäische Bestimmungen und ihre Wirksamkeit. Regeln der Technik; Produktrichtlinien; der Einheitstext über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz mit besonderem Bezug auf den ersten Titel: die Personen, die am Präventionssystem im Betrieb beteiligt sind. Aufgaben, Pflichten, zivil- und strafrechtliche Haftung; Verfahren für die Risikoermittlung, -analyse und -bewertung; spezifische Gesetzgebung über Gesundheit und Sicherheit auf ortsveränderlichen oder zeitlich begrenzten Baustellen und bei Höhenarbeiten. Berufsbilder, die an der Ausführung eines Werkes interessiert sind: Aufgaben, Pflichten, zivil- und strafrechtliche Haftung; Rahmengesetz über öffentliche Arbeiten und die wichtigsten Umsetzungsdekrete; Strafmaßnahmen und Kontrollen; grundlegende Gesetzgebung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Modul 2: Technisches Modul (52 Stunden). Absturzrisiko, Gerüste und Hilfskonstruktionen, sichere Organisation der Baustelle. Chronoprogramm der Arbeiten. Dokumentationspflichten für Auftraggeber, Unternehmen und Sicherheitskoordinatoren. Stromrisiko und Schutz gegen Witterungseinschläge. Risiken bei Aushubarbeiten, Abbrucharbeiten, Arbeiten unter Tag und in Tunnels. Risiken bei Verwendung von Arbeitsmaschinen und -mitteln, mit besonderem Bezug auf Hebe- und Transportvorrichtungen. Chemische Risiken auf der Baustelle; Physische Risiken: Lärm, Vibrationen, Mikroklima, Beleuchtung; Risiken bei Asbestbeseitigung; Biologische Risiken; Risiken durch manuelle Handhabung von Lasten; Brand- und Explosionsrisiko; Risiken bei Auf- und Abbau von vorgefertigten Elementen; Persönliche Schutzausrüstungen und Sicherheitszeichen; Erste Hilfe, verschiedene Risiken auf ortsveränderlichen und zeitlich begrenzten Baustellen. Modul 3: Methodologisch-organisatorisches Modul (16 Stunden). Mindestinhalte des Sicherheits- und Koordinierungsplanes, des Ersatzsicherheitsplanes und des Einsatzsicherheitsplanes. Verfahrenskriterien für die Ausarbeitung des Sicherheits- und Koordinierungsplanes und Ergänzung des Einsatzsicherheitsplanes und der Unterlage; Ausarbeitung des Einsatzsicherheitsplanes; Ausarbeitung der Unterlage; Ausarbeitung des P.I.M.U.S. (Plan für Aufbau, Nutzung und Abbau von Gerüsten); Sicherheitskostenschätzung; Kommunikationstheorie und -technik für Konfliktlösung und Kooperation; Gruppenmanagement und Leadership; Beziehungen zu den Bauherren, den Planern, der Bauleitung, den Sicherheitssprechern. Modul 4: Praktisches Modul (24 Stunden). Beispiele für Sicherheits- und Koordinierungspläne: Vorstellung der Projekte, Besprechung der Risikobewertung für den entsprechenden Bereich, den Aufbau der Baustelle, die Tätigkeiten und ihrer Interferenzen; Ausarbeitung der Sicherheits- und Koordinierungspläne, mit besonderem Bezug auf die Risiken des entsprechenden Bereichs, des Aufbaus der Baustelle, der Tätigkeiten und ihrer Interferenzen; Gruppenarbeiten; Beispiele für Einsatzsicherheitspläne und ersetzende Sicherheitspläne; Beispiele und Ausarbeitung der Unterlage anhand derselben Fälle der Sicherheits- und Koordinierungspläne; Übung zur Rolle des Sicherheitskoordinators in der Ausführungsphase. Abschlussprüfung: Die Abschlussprüfung wird von einer Kommission bestehend aus drei Personen abgenommen. Die Kommission erstellt einen schriftlichen Test, der sowohl theoretische Fragen als auch praktische Fallbeispiele beinhalten kann.
Zielgruppe: Voraussetzungen nach 81/2008: Universitätsabschluss in Ingenieurwesen oder Architektur und 1 Jahr Berufserfahrung im Bausektor, Matura als Geometer/-in oder Fachingenieur/-in und 3 Jahre Berufserfahrung im Bausektor.
Ort: Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen
Dauer: 120 Stunden, jeweils Montag und Dienstag 8.30 – 17.30 Uhr + Prüfung
Zeitraum: Montag, 04.02.2019 – Dienstag, 26.03.2019 + Prüfung
Referent/-in: verschiedene Fachreferenten
Gebühr: 600,00 Euro
Anmeldungsort: Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen, Romstraße 20, 39100 Bozen, Tel. 0471 540 720, weiterbildung@berufsschule.bz
Anmeldung bis: 2 Wochen vor Kursbeginn in schriftlicher Form
Anmerkungen:

Es besteht eine Anwesenheitspflicht von mindestens 90%.

 

 

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