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Geschichte

Wie es begann

Die Anfänge der Berufsschule Bozen gehen auf das Jahr 1954 zurück. Vieles lief einfach und bescheiden und noch sehr provisorisch. So war der erste Leiter der Schule gleichzeitig auch Lehrer und Sekretär. Die Bereiche, die damals abgedeckt werden konnten, waren Textil, Holz und Metall.

Das erste Labor

1957 konnte mit dem Werkstattunterricht begonnen werden. In dem Gebäude der Berufsschule in der Romstraße fand auch die Bozner Messe statt. Zur Messezeit mussten die Schüler den Wirtschaftstreibenden weichen und die Klassenzimmer räumen.

Die erste Klasse

1955 wurde der Berufsschulbesuch für alle Lehrlinge in Südtirol verpflichtend und das Berufsschulwesen daraufhin auch zunehmend auf- und ausgebaut. Um 1960 wurden an der Berufsschule Bozen die ersten Gesellenprüfungen abgenommen.
Die Ausbildung der Lehrer bestand anfangs aus einem mehrwöchigen Aufenthalt an einer Berufsschule in Baden-Württemberg, meist in Stuttgart. Die Südtiroler Lehrer hospitierten bei deutschen Kollegen und hielten auch eigene Praktika. In den 60er Jahren wurden zudem vermehrt Kontakte zu österreichischen Berufsschulen aufgenommen. Mit der Verbesserung der Lehrer/innen-Ausbildung gelang auch die schrittweise Verbesserung des Unterrichts.

Heute bildet unsere Schule mit über 100 Lehrkräften knapp 1000 Jugendliche in den unterschiedlichsten handwerklichen Berufen und im neunten Pflichtschuljahr aus. Die Lehrlinge aus den Sparten Tischler, Heizungs- und Sanitär-Installateur, Elektriker und Friseur absolvieren die praktische Ausbildung in einem Lehrbetrieb und besuchen an einem Tag in der Woche die Schule. Die Auszubildenden der Kfz-Berufe haben 9 Wochen, die Schlosser, Maschinenmechaniker, Schmiede und Werkzeugmacher 10 Wochen und die Karosseriebauer 11 Wochen Blockunterricht pro Jahr. Seit 2005 werden an der Berufsschule für Handwerk und Industrie in Bozen auch Schönheitspfleger/innen ausgebildet.

Ein Meilenstein in der Geschichte der Schule war der Neubau des Schulgebäudes. Das erste Baulos für dieses Vorhaben sah den Abriss des alten Schulgebäudes und den Neubau an derselben Stelle vor. Als erstes Ausweichquartier wurde im Sommer 2000 die Messehalle, in deren Untergeschoss unsere Schulwerkstätten untergebracht waren, zu einem zweigeschossigen Klassentrakt umgebaut. In diesem Gebäude musste nun auch die Berufsschule für Handel und Graphik untergebracht werden. Der Platz reichte nicht für alle Klassenzüge. Die Kfz-Mechaniker wurden im alten Lehrlingsheim in Haslach, die Metallklassen, die Karosseriebauer und auch einige Tischlerklassen in der Gewerbeoberschule untergebracht. Alle Metallwerkstätten und die Tischlerei wurden in eigens adaptierte Hallen in die Galileistraße ausgelagert. Die Lehrräume für den Berufsfindungskurs wurden anliegend an die Tischlerwerkstätte eingerichtet. Bis zur Fertigstellung des neuen Schulgebäudes fand der Turnunterricht für die Vollzeitschüler in der Halle einer benachbarten Schule statt.

Nach den vier Jahren Bauzeit mit vielen Behelfslösungen konnte endlich im Jänner 2004 der erste Teilabschnitt des neuen Schulgebäudes bezogen werden. Schon in der Übergangszeit wurde mit dem Aufbau zweier Fachausbildungen begonnen. 2002 begann die Ausbildung der Mechatroniker/innen, die in der Zwischenzeit auf 50 Schüler angewachsen ist. Die ein Jahr später eröffnete Fachschule für Informatik besuchen heute 65 Schüler. Erst mit den verfügbaren Strukturen im neuen Gebäude war es möglich, im Jahre 2006 eine weitere Fachschule für Gebäude und Infrastrukturtechnik zu eröffnen. Dort werden 13 Jugendliche ausgebildet. Im Sinne der Begabtenförderung wurden diese Vollzeitschulen auf vier Jahrgangsstufen ausgebaut, damit strebsame Jugendliche nach einem abschließenden fünften Jahr zur Berufsmatura zugelassen werden.

Zu Beginn des Schuljahres 2007/08 konnten im neuen Schulgebäude die meisten Schulwerkstätten, die erst im 2. Bauabschnitt fertig gestellt wurden, übernommen werden.

Wie es heute ist

 

Die Berufsgrundstufe ist von einem Klassenzug (1984) auf neun Klassenzüge im Hauptsitz (2008) ausgebaut worden. Zwei weitere Klassenzüge sind handwerklich-kreativ ausgerichtet. Für dieses neunte Pflichtschuljahr steigen auch in den Außenstellen die Einschreibungen. In Neumarkt wurden im Schuljahr 2008/09 erstmals zwei Klassenzüge eingerichtet.

Labor

Neben diesen technisch ausgerichteten Fachrichtungen für die Grundausbildung, bietet die Berufsschule Bozen mehrere Lehrgänge für die höhere Ausbildung nach einer abgeschlossenen Lehre oder nach der Matura an.
Neben den Vorbereitungskursen auf die Meisterprüfung werden pro Jahr ca. 150 berufliche Weiterbildungskurse angeboten. Diese Kurse werden von mehr als 2000 Teilnehmern pro Jahr besucht. Die Berufsschule Bozen ist als autorisiertes Zentrum für den Erwerb eines in ganz Europa anerkannten Computerführerscheines bereits in allen öffentlichen Schulen des Landes bekannt. Pro Jahr werden an unserer Schule etwas 5000 ECDL-Prüfungen abgenommen.

PC-Raum

Seit Herbst 2007 ist an der Berufsschule Bozen eine Schulmensa geöffnet. Die neue Schule verfügt über eine eigene Tiefgarage mit 150 Stellplätzen, die im Jahr 2008 ihrer Bestimmung übergeben wurden.