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Tagebuch eines Mobbers

Die Klasse GE-INF 2 hat im Unterricht das Thema Mobbing aufbereitet und darüber diskutiert. Unter anderem haben sich die Schüler Gedanken gemacht, wie es zum Mobbing kommt, welche Rolle die Zuschauenden spielen und ob es typische Opfer und Täter gibt. Anschließend haben die Schüler der Klasse sich in die Rolle eines Täters versetzt und aus dieser Perspektive Tagebuch geführt. Hier der

 

Auszug aus dem Tagebuch eines Täters:

9.11.2010
Heute habe ich so einen MOF geärgert. Der hat mich so schwach und verweichlicht angeschaut, da musste ich ihm einfach eine reinhauen, dem Spasti. Sein Essensgeld habe ich auch gleich genommen, da ich zu wenig hatte.
Der hatte dann den ganzen Tag Angst, das war ein geiles Gefühl. Deswegen habe ich ihn den ganzen Tag mit allem möglichen beleidigt, Mensch, war das ein Spaß! Ich sehe jetzt noch sein jämmerliches ängstliches Gesicht, geil.

10.11.2010
Mensch, heute war wieder ein Super-Tag. Seit ich den kleinen Schwächling aus der Klasse gehauen habe, haben alle voll Respekt vor mir. Da habe ich ihn wieder ein bisschen gehänselt und geschlagen, weil ich sonst eh nichts zu tun hatte. Sein Pausenbrot habe ich ihm auch noch geklaut, ich hatte zu wenig Geld dabei. Echt praktisch, solche Streber

 

Auszug aus dem Tagebuch eines Opfers:

Freitag, 13. Jänner
Der schrecklichste Tag meines Lebens. Ich ging früher in die Schule und wie immer mobbten sie mich. Sie schlugen mich so, dass ich blutete. Es half mir keiner von den anderen, nicht mal die Lehrer kümmerten sich darum. Ich sitze da in der ersten Reihe und dann schmeißen sie mit Papierkugeln. Der Lehrer sah das nie, dann aber sah er wie ich zurück schmiss und ich musste zum Direktor. Ich will nie mehr in die Schule gehen. Nie. Mein Leben hat keinen Sinn mehr, ich will sterben