Hauptinhalt

Andere Arbeitswelten - Bauernalltag

Mit der Projektklasse 2 Tage im Sarntal

Projektklasse im Sarntal

Ziel des zweitägigen Arbeitseinsatzes im Mai 2016 war das Kennenlernen von „anderen Arbeitsrealitäten“ als jene im Handwerksbetrieb (im Besonderen die eines jungen Mitschülers, der neben dem Schulbesuch täglich mehrere Stunden auf dem elterlichen Hof mitarbeiten muss). Wir danken Stefan und seiner Familie sehr für die Einladung und für die Stunden im Stadel, Stall, in der Werkstatt, auf der Wiese, in der Holzschupf, beim Grillen und vor dem Backofen … und für die wunderbare Verpflegung.

Die Schüler der Projektklasse freuten sich zunächst gar nicht auf das Erfahren und Erproben von diversen bäuerlichen Arbeiten (ausmisten, Heu holen, Holz hacken und stapeln, Wald aufräumen, Gras mähen, Kühe füttern u.v.a.m.) und beneideten jene, die im Praktikum waren und nicht teilnehmen konnten. Der Widerstand aber war zwecklos.

Am Donnerstag, den 12. Mai 2016 bei strömenden Regen ging es los. Begleitet durch den Klassenlehrer August Sellemond und der Sozialpädagogin Gerti Egger ging es früh morgens mit dem Bus hinein ins Sarntal und hinauf zum Hof. Dann mal alles kennenlernen: Stadel, Stall, Werkstatt, Garage, Nebengebäude, Keller….die Augen wurden groß, als die Arbeit verteilt wurde. All diese fremden Arbeiten unter unbekannten Bedingungen und Anforderungen, unter widrigen Wetterbedingungen … eine Herausforderung für alle.

Das bevorstehende gemeinsame Grillen aber hat alle durchhalten lassen. Mit neuem Schwung ging es nach dem guten Essen weiter und immer wieder war das Staunen groß und Fragen gab es viele. Am Ende des ersten Arbeitstages hieß es dann einstimmig: „Soo a schianer Tog, des hettn mr ins jo nia gedenkt! Isch echt super gwesen!!“

Am Freitag ging es weiter. Die Hände und einige bisher unbekannte Muskeln schmerzten bereits und nur schwer kamen die Buben in Schwung. Aber das Gras musste gemäht werden, das Holz gehackt, die Schupf aufgeräumt. Das große Feuer im Backofen lenkte immer wieder alle ab und die Vorfreude auf das Pizzabacken lies bald gehörigen Hunger aufkommen. Das Pizzaessen nahm kein Ende….20, 22, 25 Pizze …oder wie viele waren es?

Am Nachmittag ging es weiter mit der Arbeit und wir staunten sehr, dass die Buben sogar bereit waren, ein paar Stunden länger zu bleiben, um das angefangene Werk ordentlich zu beenden und alles aufzuräumen. Die Buben freuten sich sehr über das Lob und die Anerkennung durch die Bauern und den Opa und auf dem Weg zum Bus war die Freude und Müdigkeit allen ins Gesicht geschrieben. Egal, ob am Ende dreckig und geschafft, es war eine Herausforderung, die allen gutgetan hat. „A so eppes sollet mr viel effter tian“ hieß es am Ende. Im Bus war es dann still wie nie…allen sind die Augen zugefallen.

 

Teilnehmende Schüler: Stefan Handgruber, Mahdi Ahmade, Selestjo Lamcja, David Faes.

Begleitpersonen: August Sellemond, Gerti Egger.

Fotos von: Mahdi, Selestjo und Gerti

Gestaltung der Powerpoint: Mahdi Ahmade

Hier geht's zur Präsentation