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„Sicheres“ und „bewusstes“ Surfen im Netz

 

Filmbeitrag "Sicher ist Sicher - Sicherheit im Netz" gedreht von Frau Karin Duregger in Kooperation von Rai Südtirol, Amt für Kabinettsangelegenheiten und Mediaart Production Coop.

 

 

Am 24.03.2014, war, Personal der Post-und Kommunikationspolizei Bozen, in der Landesberufsschule Bozen für Handwerk und Industrie anwesend, um ein Informationstreffen  abzuhalten.

Aus diesem Anlass, haben, Polizeioberinspektor Ivo Plotegher und Polizeihauptmeister Francesco CAMPISI, der Postpolizei, kurz ihr hauptsächliches Aufgabengebiet erläutert: Vorbeugung und Bekämpfung der Online-und der Postkriminalität, Gewährleistung der Postdienste und Postbankkonten, alle Strafvergehen im Internet wie z.B Online-Kinderpornografie, Vorbeugung und Unterdrückung der Straftaten und Betrügereien im Online-Handel.

Ziel des Treffens war, eine Reihe an Informationen zu bieten, die nützlich für ein „sicheres“ und „bewusstes“ Surfen im Netz sind.

Campisi hat dabei erläutert, dass besonders das junge Publikum, eine ausgewogene Benutzung der sozialen Netzwerke machen solle, um keine Abhängigkeit davon zu erreichen. Anhand jüngster Zahlen erkannte man, dass ein aktiv registriertes Mitglied bei Facebook bis ca. 6 Std. täglich online ist und davon ca.60 Min. chattet. Auch erwähnte er, dass es bei Facebook verboten sei, sich mit einer fiktiven Identität anzumelden, indem man Daten anderer Personen angibt oder missbraucht. Auch warnte er davor, Freundschaften von Unbekannten zu akzeptieren, weil auch im Netz, wie im realen Leben, Pädophile und andere Missetäter unterwegs seien. Überdies, so Campisi, solle man nicht zu großzügig mit persönlichen Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken sein; genau wie im realen Leben, wo man auch nicht alles ausplaudert und herzeigt. Im Netz ist man auch nicht anonym, anhand der IP-Adresse, kann jeder Zugriff nachvollzogen und verfolgt werden, deshalb gelten die gleiche Regeln und Grundlagen wie im realen Leben. Wenn eine Person also im Netz gegenstand von Beleidigungen und Verleumdungen geworden ist, wird der Verantwortliche ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen. Man will so auch der Jugend zeigen, dass es im Netz keine rechtlichen „Freizonen“ gibt.

Des weiteren wurde erklärt, dass man in Schulgebäuden keine Video-und Fotoaufnahmen, bes. mit dem Handy, machen darf, ohne vorher die Verantwortlichen um Erlaubnis zu fragen.

Mit diesem Schreiben möchte man auch den Eltern sagen – so Campisi - sich ein bisschen EDV-Grundkenntnisse anzueignen, um sich ein bisschen in der virtuellen Welt ihrer Kinder auszukennen und sie mit ihnen auch zu teilen. Die Jugendlichen und Kinder sollten sich beim surfen nicht in ihrem Zimmer isolieren, sondern sich dort aufzuhalten, wo auch die Familie teilnehmen kann. Während des Treffens, das eine Dauer von ca. 80 Min. hatte, wurden auch einige Kurzfilme vorgeführt und Textfolien im PowerPoint .“

Die Schüler zeigten sich sehr interessiert – so Plotegher – und am Ende des Treffen nutzten sie die Gelegenheit aus, gezielte Fragen zu stellen.

Abschließend erwähnte Campisi, dass das Internet eine sehr gute Multimedia sei, wobei man einen Missbrauch vermeiden solle.

THEMA: SOZIALE NETZWERKE (FACEBOOK;NETLOG;TWITTER)

DARF ICH EIN PROFIL MIT DEN DATEN ANDERER ERSTELLEN? Natürlich nicht. Wer ein Profil mit den Daten einer anderen Person erstellt, begeht eine Straftat, den sogenannten Personenaustausch, der mit einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr geahndet wird , laut Art. 494 des StgB.

KANN ICH EIN PROFIL MIT „PHANTASIEDATEN“ ERSTELLEN? Das ist möglich. Ich kann anstelle eines realen Profilfotos auch eine Comicfigur, ein Tier o.ä einstellen, auch kann ich mir einen Phantasienamen zulegen. Letzter bewahrt mich sogar vor Übergriffen seitens Krimineller im Netz.

WIRD MAN VOM GESETZ BESTRAFT, WENN MAN EINE PERSON IN EINER CHAT ODER PINNWAND EINES SOZIALEN NETZWERK BELEIDIGT? Ja, denn man darf im Netz keine Personen beleidigen oder verleumden. Denn es ist auch im realen Leben strafbar, wenn ich Personen auf offener Straße beschimpfe.

IST ES MÖGLICH PERSONEN ANONYM IM NETZ ZU BESCHIMPFEN ODER ZU BELEIDIGEN? Nein, denn jeder Zugriff aufs Netz hinterlässt Spuren. Dank der sog. IP-Adresse ist im Netz keiner anonym. Folglich Vorsicht, was ich im Netz alles schreibe.

STIMMT ES; DASS PÄDOPHILE DIE SOZIALEN NETZWERKE VERWENDEN UM AN IHRE OPFER ZU KOMMEN? Ja das stimmt leider! Es gibt Pädophile, die die sozialen Netzwerke verwenden, um Kontakte mit Kindern und Jugendliche zu knüpfen. Sie geben sich als gleichaltrige Jungen und Mädchen aus, damit sie das Vertrauen der anderen bekommen, so Freundschaften Schließen und ihre abartigen Fantasien ausleben können. Also im Netz nur jenen die Freundschaft anbieten, die man wirklich kennt!

AUCH GIBT ES GRUPPEN, DIE ZUR GEWALT AUFRUFEN UND VERBOTENE, POLITISCHE BEWEGUNGEN VERFOLGEN. DARF MAN SICH HIER EINSCHREIBEN? Natürlich ist das verboten.

STIMMT ES; DASS BESONDERS JUGENDLICHE SEHR GROSSZÜGIG MIT FOTOS IM NETZ UMGEHEN? Man sollte vermeiden, dass im Netz veröffentlichte Fotos, sich einmal gegen mich wenden könnten, z.B. stelle ich Fotos ins Netz, wo ich klar betrunken bin; ich mache berufliche Karriere und diese Fotos tauchen wieder auf und sind dann sehr peinlich für mich. Über solche Fotos kann ich leicht die Kontrolle verlieren.

STIMMT ES, DASS PERSONEN ZUVIELE INFORMATIONEN IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN VERÖFFENTLICHEN? Ja, das stimmt, z.B. schreibe ich, dass ich nun meinen Urlaub fernab von der Heimat im Ausland verbringen werde…so ist meine Wohnung unbeaufsichtigt….und potentiellen Dieben biete ich so die Möglichkeit meine Wohnung zu besuchen, natürlich habe ich ja auch meine Adresse veröffentlicht.

 

 

 

FALLS EIN INTERNET-BENUTZER MERKT, DASS IN SEINEM NAMEN UND GEGEN SEINEN WILLEN EIN FACEBOOK-PROFIL ERSTELLT WURDE UND DAMIT PERSONEN BELEIDIGT, MUSS ER SICH DANN AN DIE POLIZEIBEHÖRDE WENDEN? Nicht unbedingt, er kann den Vorfall an die Betreiber der sozialen Plattform melden, die dann das Profil in einem annehmbaren Zeitraum löschen wird, Zeitraum, den auch eine Polizeibehörde benötigen würde. Der Benutzer kann die Hilfecenter der Webseite verwenden oder sonst: http://www.facebook.com/help/show_form.php?show.form=1


THEMA: SEXTING

WAS IST SEXTING: besonders bei den Jugendlichen ist es fast eine Modeerscheinung geworden. Das vor allem von Teenagern und jungen Erwachsenen praktizierte Sexting basiert auf Foto-Tausch, mittels Handy, und deren Veröffentlichung auf sozialen Netzwerken, Chats oder einfach mit MMS. Dieses Phänomen besteht auch darin, dass die Jugendlichen ein „verzerrtes Abbild“ von ihrem Körper und Sexualität haben. Sie lieben es sich überall und auf verschiedene Art zu fotografieren.

DARF EIN MINDERJÄHRIGER INTIMFOTOS VON SICH SELBST MACHEN UND DANN DIE FOTOS AN GLEICHALTRIGE VERSCHICKEN? Absolut nicht! Dieses Verhalten wird vom Artikel n. 600 ter StgB (Kinderpornografie) und Artikel n .600 quater des StgB (Besitz von Pornomaterial) geregelt . Die Strafen sind auf jedem Fall sehr streng und gelten für Jugendliche ab 14 Jahren. Bei Kinderpornografie sind eine Haftstrafe von 6-12 Jahren vorhergesehen, sowie eine Geldstrafe von 25.822 EURO – 258.228 bei Besitz von Pornomaterial eine Haftstrafe von bis zu 3 Jahren und eine Geldstrafe ab 1.549 EUR.

WELCHE KONSEQUENZEN GIBT ES AUSSER DEN STRAFRECHTLICHEN NOCH, WER „SEXTING“ PRAKTIZIERT? Natürlich können die Konsequenzen verschiedener Natur sein. All diese Fotos, die im Netz veröffentlicht werden, über die verliert der Besitzer leicht die „Kontrolle“, sie können von Millionen Usern eingesehen und auch vervielfältigt werden. Ein Foto, mit sexuellem Inhalt, kann auch so noch nach Jahren im Netz wieder auftauchen und kann Großen Schaden verursachen und mich in Verlegenheit bringen.

EINEN RATSCHLAG, DEN MAN DEN JUGENDLICHEN GEBEN KANN? Überlegt bevor Ihr Eure Fotos verschickt und zeigt, macht es nicht nur, weil es alle tun...!

WAS KÖNNEN DIE ELTERN MACHEN, UM IHRE SÖHNE UND TÖCHTER ETWAS ZU ÜBERWACHEN? Sie sollten oft und vorbeugend mit Ihren Kindern reden und sie auf Gefahren hinweisen, die im Netz lauern und über ihr Benehmen im Internet wachen.


THEMA: ONLINE-KINDERPORNOGRAFIE

Das Netz hat es sehr vereinfacht, dass kinderpornografisches Material hergestellt und zur Verfügung gestellt wird. Vor einigen Jahren wäre eine derartige Verbreitung noch undenkbar gewesen. Ursprung hat die Herstellung dieses Materials in Ostblockstaaten und im südasiatischen Raum, wo es aufgrund der unzureichenden finanziellen und sozialen Verhältnisse einen Großen Nährboden findet. Es existiert sogar eine organisierte Kriminalität, die an der Herstellung und an der Verbreitung dieses Materials riesige Geldbeträge verdient. Der Verbrauch von Material mit kinderpornografischem Inhalt läuft quer durch alle Gesellschaftsschichten; man kann keine individuelle Zielgruppe ausmachen. Die Post-und Kommunikationspolizei begegnet diesem Phänomen mit Ermittlungsarbeit und Aufklärung, indem sie sich der italienischen Rechtsprechung und jeden möglichen internationalen Abkommen bedient.

RATSCHLÄGE FÜR DIE ELTERN: ein grundlegendes Element, dass die Kinder nicht Opfer eines Pädophilen werden ist das tägliche Gespräch mit den Eltern, wo Vertrauen und Sicherheit eine wichtige Rolle spielen.

Natürlich sollte man sich ein bisschen mit dem Computer und dem Internet vertraut machen, und einige Grundregeln beherrschen: Ein aktuelles Viren-Programm laufen lassen, ein sog. „parental control“(eigtl.Zugangsbeschränkung) haben, dass entweder auf das Betriebssystem oder auf den Browser wirkt, einen Administrator-Account erstellen und die Chronologie der besuchten Webseiten kontrollieren. Mit den kleineren Kindern, sollte man, wenn überhaupt gemeinsam surfen und die Inhalte der Webseiten erklären.

Es ist sehr wichtig Regeln und Uhrzeiten zu erstellen, wann, wie lange und wo das Internet besucht werden darf, Umstände, die von den Kindern befolgt werden sollten.


THEMA: BETRÜGEREIEN

DIE HÄUFIGSTEN BETRÜGEREIEN: findet man vorwiegend im sog. Online-Handel. Wie z.B. bei Ankauf von Waren, die gar nicht existieren wie bei www.subito.it oder bei unechten Versteigerungen wie www.ebay.de und www.ebay.it.Natürlich bieten die Plattformen den Dienst nur an und können selber nichts dafür, wenn Betrüger sie missbrauchen.

Die Artikel, welche gerne angeboten werden sind vorwiegend Artikel der Unterhaltungselektronik (Smartphones, Flachbildfernseher, TabletPC usw.), aber auch Pkw's, Wohnungen, oder sogar Transfer von Auslandserbschaften bis hin zu unwirklichen Lottogewinnen, reicht die Bandbreite der betrügerischen Angebote.

PROFIL DES TYPISCHEN BETRÜGERS: Am Anfang der Verhandlungen verhält sich der Betrüger mit seinen Opfern sehr zuvorkommend und höflich. Er verlangt dabei natürlich eine Vorauszahlung mittels Überweisung auf ein Bankkonto, mittels „western Union“ ,“Money Transfer“ oder Aufladung der „Postepay“-Karte.

Natürlich akzeptiert er keine „sicheren“ Bezahlungsweisen wie „PayPal“ oder  Nachnahme. weil er ja so nicht betrügen könnte.

WIE KANN MAN SICHER ARTIKEL ONLINE ERWERBEN? INFORMIEREN SIE SICH GENAU ÜBER DEN VERKÄUFER, BEI DEM SIE KAUFEN: Man kann den Namen des Verkäufers oder die Firma, leicht im Internet suchen und deren Existenz oder Vertrauenswürdigkeit prüfen. Dabei bedient man sich einfach einer Suchmaschine wie z.B. Google, einer Preissuchmaschine oder einem sozialen Netzwerk oder einer Preisvergleichsseite.

Viele Verkaufsplattformen oder Webseiten bieten außerdem eine Bewertungsseite an, wo andere Käufer und Verkäufer Erfahrungen angeben und austauschen. Bei EBay z.B. kann jeder nach einer Transaktion ein Bewertungsprofil erstellen und so ein Feedback (positiv, neutral oder negativ) hinterlassen, ist die Anzahl der positiven Feedbacks hoch, kann man ohne weiteres von diesem Verkäufer erwerben.

LESEN SIE GENAU DIE VERKAUFSBEDINGUNGEN UND DIE ARTIKELBESCHREIBUNG DURCH:

Die Verkaufsbedingungen ändern sich von Land zu Land, man muss genau kontrollieren, wo sich der Artikel und der Verkäufer befinden, oder ob es ein Rückgaberecht gibt. Kontrollieren Sie immer wie hoch die Versandkosten sind, ob Steuern oder Zölle zu zahlen sind. Auch sind extrem niedrige Preise mit Vorsicht zu genießen, keiner hat etwas zu verschenken, am allerwenigsten im Netz.

KAUFT AUF SICHEREN WEBSEITEN: KONTROLLIERT DAS VORHÄNGESCHLOSS UND DAS „S“:

Bevor Ihr etwas auf einer Webseite kauft, kontrolliert ob die Sicherheit der Datenübertragung vorhanden ist. Ihr könnt eine sichere Webseite anhand zweier Merkmale erkennen: Die Webadresse in der Adressleiste wird von http://www... Zu https://www  … und es erscheint ein geschlossenes Vorhängeschloss, entweder rechts oben oder rechts unten im Browser. Dabei wird angezeigt, dass eine verschlüsselte Übertragung der Daten erfolgt und Dritte die Daten nicht mitlesen können.

VERSICHERTEN VERSAND DER ARTIKEL: verschickt immer mit versicherten und zurück verfolgbaren Versand, so ist es jederzeit möglich zu wissen, wo sich der Artikel befindet.

FALLS EIN BÜRGER OPFER EINES ONLINE BETRUGES GEWORDEN IST; AN WEN KANN ER SICH DA WENDEN?

Wenn ein Käufer im Netz alle Vorkehrungen, die er im realen Leben treffen würde, erfüllt, fällt er kaum auf einen Betrüger herein. Falls es trotzdem passieren sollte, kann der Geschädigte Anzeige bei der Polizei, Finanzwache oder Carabinieri machen, dabei muss man aber unterscheiden, ob es sich um eine Straftat handelt oder einfach nur um die Nichteinhaltung eines Kaufvertrages. Falls letzteres der Fall sein sollte, wendet man sich an einen Verband für Verbraucherschutz.

WELCHES IST DIE WAHRSCHEINLICHKEIT, DASS EIN BETRUGSOPFER SEINE AUSLANDSÜBERWEISUNG ZURÜCKBEKOMMT?

Die Wahrscheinlichkeit dabei ist sehr gering.


THEMA: PHISHING

Der sog. Datenklau, also das Klauen von Zugangsdaten von Online-Konten, Email-Accounts, Log in -Daten von Verkaufsportalen und Kreditkarten usw. sind in der heutigen Zeit gang und gäbe. Man bekommt dabei eine E-Mail, die anscheinend von meiner Bank oder Kreditkartenanstalt stammt, aber doch eine betrügerische Mail ist, mit der Absicht an mein Geld und Informationen zu gelangen.

Meistens sind diese Mails in schlechtem Deutsch verfasst, weil die Absender meistens Ausländer sind und sie geben vor, man bräuchte die Zugangsdaten, weil es z.B. bei einer Bank technische Probleme gab, die eine Neueingabe der Zugangsdaten verlange. Alles wird sehr offiziell gehalten es gibt meistens sogar ein Logo der Bank, damit der Kunde der Aufforderung vertraut. Man sollte diese Mails nicht berücksichtigen und sofort löschen, eine Bank oder eine Kreditkartenanstalt würde nie einen Kunden per Mail auffordern seine Daten neu einzugeben sondern nur per Post oder persönlich in der Bank.


THEMA: EINIGE RATSSCHLÄGE DER PSYCHOLOGIN

WELCHES IST FÜR EIN KIND, DAS GEEIGNETE ALTER, UM INTERNET ZU VERWENDEN? Das Internet bietet schier unerschöpfliche Möglichkeiten, wie Kultur, Freizeit, Kommunikation aber auch Inhalte, die für Kinder nicht geeignet sind. Man empfiehlt deshalb, dass man mit sechs Jahren, die ersten Schritte im Internet unternehmen kann, natürlich mit der Anwesenheit der Eltern und nicht mehr als 30 Minuten, auch nicht alle Tage. Man sollte die Kinder von den sozialen Netzwerken fernhalten.

AUS STATISTIKEN GEHT HERVOR, DASS JUGENDLICHE DURCHSCHNITTLICH 2-4 STUNDEN TÄGLICH IM INTERNET SIND. WIE LANGE SOLLTE SICH IHRER ANSICHT NACH EIN JUGENDLICHER IM NETZ AUFHALTEN? Internet ist ein Werkzeug, mit dem ich meine persönlichen Interessen verfolgen und ausweiten kann, wobei ich zeitlich und geografische Barrieren überwinde. Auch kann ich virtuelle Reisen unternehmen und mit Freunden und Gleichgesinnten in Kontakt treten. Der vermehrte Konsum von stundenweise Internet kann aber auch zur Sucht führen, es gibt dabei das sog. INTERNET ADDICTION DISORDER, die folgen könnten vielfältig sein: schlechte schulische und sportliche Leistungen, gesellschaftliche Isolierung, Müdigkeitserscheinungen, Hungermangel, Zunahme einer aggressiven Reaktion, wenn einem der Computer verboten wird. Man empfiehlt deshalb, dass der Internet-Konsum nicht täglich sein sollte und etwa 90 Minuten pro Tag .Man sollte nicht vergessen, dass es noch andere Hobbys, Sport und Kultur gibt.

WANN RISKIERT EIN MINDERJÄHRIGER INTERNETSÜCHTIG ZUWERDEN? Das Risiko nimmt zu wenn: wenn der Jugendliche spürt, dass es notwendig ist immer mehr im Netz zu sein, wenn er die Schule und die Freundschaften vernachlässigt, und so sein psychologisches Gleichgewicht gestört wird...wenn seine Kommunikation und Unterhaltung innerhalb der Familie dadurch gestört wird...und so Anerkennung und virtuelle Beziehungen im Internet sucht.

VIELE JUGENDLICHE LIEBEN ES; IM INTERNET GEWALTVIDEOS UND ONLINEGAMES ZU VERBRAUCHEN, WELCHE AUSWIRKUNGEN HAT DIES AUF DAS REALE LEBEN? Viele Forscher sind der Meinung, dass bereits 20 Minuten Gewaltvideos oder Gewaltspiele die Aggressivität eines Jugendlichen beträchtlich steigert. Auch wird die Gewalt leichter akzeptiert und das Leiden anderer toleriert. Auch nimmt die Hilfsbereitschaft ab. Sie distanzieren sich von der Realität und von den Gefühlen.

DAS AM MEISTEN GEKLICKTE WORT IM WEB IST „SEX“. ES GIBT LEIDER KEINE FILTER, DIE VERMEIDEN, DASS MINDERJÄHRIGE ERWACHSENENSEITEN BETRACHTEN. SOLLTEN DIE ELTERN DIESE THEMA BESPRECHEN? Internet setzt Kinder und Jugendliche natürlich Gefahren aus. Diese dürfen nicht unterbewertet werden. Kinder sind zwar mit dem Medium Internet vertraut sind aber doch sehr verletzbar. Das Kind sucht vielleicht im Netz nach einem Zeichentrickfilm oder einem Lieblingsschauspieler, und schon bekommt es Pornofotos zu sehen. Deshalb sollten sich die Eltern mit diesem Argument auseinandersetzen und mit den Kindern Argumente wie Sexualität und Gefühle ansprechen. Oft suchen Kinder nur Antworten auf Fragen, die sie nicht bekommen und suchen sie so fälschlicherweise im Netz.

WELCHE SIND DIE ALARMSIGNALE FÜR ELTERN, WENN IHR KIND KONTAKT MIT PÄDOPHILEN HABEN KÖNNTE? In den Chats wird oft über Sex gesprochen, meistens ist es sowieso ein Tabu-Thema und das Verbotene reizt immer. Es wird dabei nicht erwähnt dass man Kontakt mit der Pädophilen Szene haben könnte. Eltern sollten immer kontrollieren, ob ihr Kind vermehrt und aus welchem Grund auch immer mehr Zeit im Netz verbringen möchte, ob sie nervös werden, wenn sich die Eltern ihnen nähern, während sie surfen, oder versuchen denn Rechner schnell auszuschalten oder wenn pornografisches Material erscheint oder auf einmal Unbekannte daheim anrufen.