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Schreibprojekt "Wie ein weiterer Krieg verhindert wurde"

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Im April hatte die Klasse BGS C am Projekt „Adopt Srebrenica“ der Trägerorganisation „Operation Daywork“ mitgemacht. Dabei wurden Spenden für den Aufbau eines Dokumentationszentrums in Bosnien-Herzegowina gesammelt. Die Einrichtung dient der Aufarbeitung des Massakers von Srebrenica, ein 1995 verübtes Kriegsverbrechen an bosnischen Muslimen.

Das Stück „Wie ein weiterer Krieg verhindert wurde….“ entstand in der Auseinandersetzung mit dem Thema „Krieg und Frieden“, das im heurigen Schuljahr fächerübergreifend in Deutsch, Gemeinschaftskunde und Religion thematisiert worden war.

In dem von den Schülern verfassten Stück stehen sich Kriegsgegner und Kriegsbefürworter, einfach und mächtige Personen, Menschen und Götter gegenüber.

Prolog:


Drama "Wie ein weiterer Krieg verhindert wurde"

Dramaturgin: Kathrin Gschleier

Klassenlehrerin: Maria Wegmann

Klasse: 1 C

Stand: 22. Mai 2013


Personen

 

 Erzähler Lukas Thaler

Kriegsgott Lukas Gallmetzer

Friedensgott Fabian Huck

Landsmann Stefan Ursch

Arbeiter 1 Josef Obrist

Arbeiter 2 Dominik Obkircher

Götterbote Kevin Broll

(Kriegsbefürworter)

Kriegssoldat Lukas Kerschbaumer

Industrieller Luftwaffen Isaac Bernardi

Industrieller Bodenwaffen Matteo Scheitz Violi

Staatsmann Felix Puff

(Friedensbefürworter)

Mann aus dem Volk Thomas Ladstätter

Friedenssoldat Manuel Senoner

Friedensorganisation Marcel Comploj

Kriegsinvalide Marc Sparer

 



I. Akt.

Am Bauernhof eines Landsmanns

Lukas G. Kriegsgott

Lukas K. Kriegssoldat

1. Szene

In Europa herrscht Krieg. Der Kriegsgott befindet sich vor den Toren eines kleinen Dorfes.

Kriegssoldat: Fantastisch, was wir geleistet haben! Häuser, Ländereien in Schutt und Asche gelegt. Wie Ruinen ragen die Reste davon in den Himmel! Alle Ernten verbrannt.

Kriegsgott: Hast die Leute gesehen? Blutüberströmt sitzen sie zitternd auf den Straßen. Angst in ihren Augen, die leer in die Ferne blickten. Ich herrsche über sie. Was für ein beglückendes Gefühl!

Kriegssoldat: Was machen wir jetzt mit diesem Bauernhof hier?

Kriegsgott: Wir könnten unseren Feuersturm über den Hof hereinbrechen lassen?

Kriegssoldat: Wir könnten die Tiere köpfen, ihre Eingeweide herausreißen, Feuerbälle auf die Dächer loslassen, sodass die Flammen alles umzingeln, Menschen die schreien, ersticken, Tod überall.

Kriegsgott: Ein Inferno! Schrecken und Leid will ich verbreiten und all meine Kreativität und Kraft dafür aufbringen. Ich will dieses Land in einer Feuerbrunst aufgehen lassen, eine infernale Musik aus Explosionen, Gewehrschüssen und Granaten. Menschen, die flüchten, doch dem Feuerreigen nicht entkommen…. Das ist mein Lebensziel. Überall auf der Welt zu toben ….und das mit Erfolg. Jetzt, wo der Friedensgott „verschwunden“ ist, ist niemand mehr da, der sich mir in den Weg stellt (zynisch). Da es mir gerade einfällt... Ich muss auf Nummer sicher gehen, dass er uns nicht entkommt. (zum Kriegssoldaten) Bewache du den Eingang der Höhle, ich werde sehen, wen wir als Nächstes mit unseren Feuerwaffen beglücken können (lacht böse).

Kriegssoldat und Kriegsgott gehen ab, der Kriegssoldat geht in Richtung der Höhle.

Stefan Landsmann

Dominik Arbeiter 2

2. Szene

Der Landsmann sieht den Kriegsgott in der Ferne und fürchtet um seinen Bauernhof.

Landsmann: Nein! Schon wieder ist die Front ein Stück näher an unseren Hof gerückt. Gestern ging der Nachbarshof in Flammen auf, morgen kann es unseren treffen. Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie unsere Existenz zerstört wird. Wir müssen den Bauernhof mit allen Mitteln verteidigen!

Arbeiter 2: Allein können wir den Kriegsgott nicht aufhalten, dafür ist er zu mächtig!

Landsmann: Ja, da gebe ich dir wohl Recht!

Arbeiter 2: Schau! Da kommt Franz, vielleicht hat er Neuigkeiten aus dem Dorf!

Franz Kaiser, der zweite Arbeiter am Hof kommt dazu.

Arbeiter 1: So angeregt im Gespräch! Worüber habt ihr euch unterhalten?

Landsmann: Über diesen zerstörenden Krieg, der schon seit Jahr und Tag wütet, unsere Äcker zerstört, die Ernte vernichtet, Hof und Stall in Brand setzt. Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie die Truppen Tag für Tag näher kommen.

Arbeiter 2: Hast du eine Idee, wie wir den Krieg aufhalten können?

Arbeiter 1: Im Dorf erzählt man sich, der Friedensgott habe versucht, den Kriegsgott in seiner wahnsinnigen Zerstörung zu bremsen. Also hat er ihn eingesperrt. Doch wo, das konnte mir keiner sagen.

Landsmann: Dieser Hof ist alles, was ich habe. Ich werde ihn mit Händen und Füßen verteidigen, wenn es nötig ist! Mein Vater übergab ihn mir und ich möchte ihn meinem Sohn übergeben. Viel Schweiß und Blut habe ich die letzten Jahre in den Umbau gesteckt. Soll ich mir jetzt meinen Hof so einfach nehmen lassen? Nein! Kommt ihr mit, den Friedensgott zu finden!

Arbeiter 2: Ja, lass uns den Friedensgott suchen! Ich bin dabei.

Arbeiter 1: okay, ich komme mit. Aber, Moment mal! Habt ihr eine Idee, wo wir suchen könnten?

Sie ziehen los, um den Friedensgott zu suchen.



II. Akt.

Unterwegs auf einer Landstraße

Stefan Landsmann

Josef Arbeiter 1

Dominik Arbeiter 2

Kevin Götterbote

1. Szene:

Der Landsmann und die Arbeiter treffen auf einen Götterboten.

Arbeiter2: Jetzt sind wir schon seit fünf Stunden unterwegs. Nichts als zerstörte Häuser und Felder. Und wir haben immer noch keinen blassen Schimmer, wo der Friedengott zu finden ist.

Landsmann: Geduld, Geduld... Da kommt uns jemand entgegen. Vielleicht kann uns der junge Mann weiterhelfen. (Pause) Entschuldigen Sie, können Sie uns sagen, wo wir den Friedensgott finden?

Götterbote: Oh ja, das weiß ich wohl. Als der friedvolle Mensch seinen zerstörerischen Plan durchkreuzen wollte, hat der Kriegsgott ihn in eine Falle gelockt und ihn hinten am Berg in einer Höhle eingesperrt. Da sitzt er nun gefangen in einer dunklen Höhle, unfähig diesem tödlichen Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Und der Kriegsgott kann ungestört sein vernichtendes Werk vollenden.

Landsmann: Los Männer, auf zur Höhle!

Götterbote: Doch Vorsicht ist geboten! Vor der Höhle hat der Kriegsgott Wachen aufgestellt!

Landsmann: Wir brauchen Verstärkung!

Götterbote: Ich kann die Friedensbefürworter im Dorf mobilisieren. Da kommen sie ja schon die Strasse entlang! (Zu den Friedensbefürwortern laut:) Es geht um Leben und Tod!

Der Landsmann geht mit seinen Männern in Richtung der Höhle. Der Götterbote geht in Richtung des Dorfes ab, von wo ihm die Friedensbefürworter bereits entgegen kommen.

 

Mark Kriegsinvalide

Thomas Mann aus dem Volk

Manuel Senoner: Friedenssoldat

Marcel Comploj Vertreter der Friedensorganisation

2. Szene:

Kriegsinvalide: Ja, Leben und Tod. Ich war im Krieg und habe viel gesehen und erlebt.... Freunde und Kameraden sind vor meinen Augen getötet worden, gefoltert und ihre Wunden öffentlich zur Schau gestellt.

Mann aus dem Volk: Ich wünsche mir endlich Frieden. Der Krieg tobt nun schon seit Jahren. Des Nachts schrecke ich aus meinem Schlaf, Alpträume plagen mich, Angst, entsetzliche Angst, die mich lähmt. Schweißgebadet. Entsetzliche Kopfschmerzen plagen mich von diesem tosenden Lärm, wenn mal wieder eine Bombe in der Nachbarschaft einschlägt. Wann ist das endlich alles vorbei?

Vertreter Friedensorganisation: Seit Jahren bemühen wir uns Tag für Tag darum, die Kriege der Welt zu beenden und für mehr Frieden in der Welt zu sorgen. Doch gegen den Einfluss der Mächtigen und die Zerstörungswut eines Kriegsgottes sind selbst wir machtlos.

Götterbote: Es gibt jemanden, der selbst den Kriegsgott aufhalten: der Friedensgott. Einige Männer haben sich bereits aufgemacht, ihn aus seiner Höhle zu befreien.

Friedenssoldat: Ich weiß, wo er eingesperrt ist. Lass uns losziehen, den Männern zu helfen. Nur gemeinsam können wir unseren Traum von einer friedlichen Welt verwirklichen.

Die Männer ziehen los in Richtung Höhle, während sich der Götterbote zufrieden zurückzieht. Seine Mission ist erfüllt.


III. Akt.

Auf dem Platz am Eingang zur Höhle

Isaac Industrieller Luftwaffen

Lukas K. Kriegssoldat

1. Szene

Der Kriegssoldat bewacht die Höhle, in welcher sich der Friedengott befindet. Ein Industrieller kommt dazu.

Kriegssoldat: Alles ruhig hier... Zu ruhig in Zeiten wie diesen.... Da kommt doch jemand... Das Gesicht kenne ich doch aus den Verhandlungen mit dem Kriegsgott.

Industrieller Luftwaffen: Hallo Wache, mich schickt dein Chef. Er sagt, Männer sind auf dem Weg hierher, um den Friedensgott zu befreien. Also müssen wir die Höhle mit allen Mitteln verteidigen? Das Gemetzel im Land muss weitergehen. Wir können keinen Störenfried gebrauchen.

Kriegssoldat: Gute Idee! Doch vielleicht gibt es noch etwas Effektiveres, zum Beispiel könnten wir die Schilder vertauschen, um die Männer in die Irre zu führen.

Industrieller Luftwaffen: Wir dürfen keine Zeit verschwenden. Ich nutze die Gelegenheit, um Waffen zu holen und du berufst den Rat der Mächtigen ein.

Kriegssoldat: Zu Befehl! Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier vor der Höhle.

Industrieller Luftwaffen: Vergiss nicht, vom Gelingen dieser Mission hängt unsere wirtschaftlicher Erfolg von Morgen ab.

Sie gehen ab, kommen später mit dem Staatsmann, dem Industriellen der Bodenwaffen und dem Kriegsinvaliden wieder.

Stefan Ursch Landsmann

Josef Obrist Arbeiter 1

Dominik Obkircher Arbeiter 2

2. Szene

In der Zwischenzeit trifft der Landsmann mit seinen Leuten am Eingang der Höhle ein. Arbeiter 1: Das war jetzt aber ein langer Weg. Bist du sicher, dass wir hier richtig sind?

Landsmann: Hier muss es sein, siehst du die Höhle mit dem Gitter davor. Lass uns doch mal nachsehen.... Hallo ist da jemand? Haaaaallo... (Von der Höhle hört man ein leises „Hallo“ vom Friedensgott)

Landsmann: Habt ihr das gehört, er hat geantwortet. Wir müssen da hinein. Aber das Gitter ist verriegelt. Was nun?

Arbeiter 1: He, schau mal, hier an der Seite ist noch ein Eingang. Geh du doch mal rein, Sepp! Du weißt ja, ich mit meiner Hüfte...

Arbeiter 2: Ja Franz Kaiser... ich würde ja wahnsinnig gerne rein, aber du weißt ja... ich verirre mich da sicherlich. Für so ein schwieriges Unterfangen bin ich nicht der richtige Mann.

Landsmann: Was soll ich mit euch nur anfangen! Wieder bleibt alle Arbeit an mir hängen. Gib die Fackel her!

Der Landsmann steigt in den Seiteneingang der Höhle, während die anderen beiden draußen warten.

Thomas Ladstätter Mann aus dem Volk

Manuel Senoner Friedenssoldat

Mark Kriegsinvalide

3. Szene

Inzwischen treffen auch die Friedensbefürworter am Ort des Geschehens ein.

Mann aus dem Volk: Da wären wir! In dieser Gegend hier kenne ich mich aus.

Friedenssoldat: Wie es aussieht, sind wir nicht alleine hier. Können Sie uns vielleicht sagen, ob hier in der Nähe vielleicht ein Friedensgott vorbei gekommen ist. Wir vermissen ihn schon seit einiger Zeit und es heißt, er soll hier in der Nähe gefangen gehalten sein.

Arbeiter 2: (zum Arbeiter 1) Hast du gehört Franz Kaiser. Da gibt es noch andere, die ihn vermissen. Ja, der Herr, da haben Sie richtig gehört, hier in der Höhle soll er sein.

Kriegsinvalide: Oh nein, den Mann kenne ich! Für ihn habe ich jahrelang umsonst gekämpft. Verstecken wir uns!

Der Kriegsinvalide und die Arbeiter verstecken sich, während der Staatsmann mit den Industriellen und dem Kriegssoldaten den Platz betritt.

Felix Puff Staatsmann

Matteo Industrieller Bodenwaffen

Isaac Industrieller Luftwaffen

Lukas K. Kriegssoldat

4. Szene

Staatsmann: Ich bin mir nicht sicher, wie die Sache ausgehen wird. Die Friedensbefürworter werden immer mehr, die Soldaten sind müde.

Industrieller Bodenwaffen: Warum machen wir nicht einfach kurzen Prozess und setzen Waffen ein?

Staatsmann: Wann und wo wir Waffen einsetzen, das lass ruhig meine Sorge sein, sorg du dich nur darum, dass genug Waffen auf Lager sind. Wann kommt die Munition?

Industrieller Bodenwaffen: Meine Fabriken mussten die Produktion einstellen......

Staatsmann: Wie "Einstellen"?

Industrieller Bodenwaffen: Meine Fabriken waren Tag und Nacht in Betrieb. Die Leute wurden müde und neue Leute habe ich keine mehr gefunden. Sie sind alle an der Front im Einsatz. Deshalb musste ich die Produktion einstellen.

Staatsmann: Warum hast du mir das nicht schon früher gesagt? Was ist mit den Luftwaffen?

Industrieller Luftwaffen: Ja, ich... Meine Fabriken musste ich auch schließen, denn es fehlte an Flüssigem...."

Staatsmann: Wie dir fehlte es an Flüssigem?? Ich habe dir doch immer wieder Geld überwiesen!

Industrieller Luftwaffen: Diese Summe reichte gerade mal für eine Fabrik. Ich habe aber sieben Fabriken am Laufen. Für deine letzte Bestellung hätte ich sogar zehn Fabriken gebraucht."

Staatsmann: Ach so, nun ist es also meine Schuld, dass eure Fabriken lahmgelegt sind??

Der Kriegsinvalide hört von seinem Versteck aus das Gespräch.

Mark Kriegsinvalide

Die Vorherigen

5. Szene

Wie er die Männer so reden hört, platzt ihm endgültig der Kragen.

Kriegsinvalide: Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid! Wir kämpfen an der Front für unser Heimatland, glaubten, der Krieg sei eine gerechte Sache und ihr denkt nur ans Geld!

Schaut her, was uns der Krieg bisher gebracht hat. (Er zeigt ihnen seine Kriegsverletzungen). Wie furchtbar ist es, mit anzusehen, wie Kameraden im Kampf fallen. Aufgerissene Münder, angstvolle Augen, Blut. Sterbende Kameraden in den Armen, die den Tod fürchten, um ihr Leben beten. Granaten, die einschlagen, Panzer, Rauch, die Hölle.

Ich, ich habe wirklich und wahrhaftig gekämpft! Mit einer Waffe in der Hand fühlte ich mich stark, dem Feind von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Bis mich selbst eine Granate traf und mir ein Bein abriss. Bis heute habe ich Brandnarben am ganzen Körper und Schmerzen bei jeder Bewegung. Ich bin ein Krüppel. Das hat euer Krieg aus mir gemacht. Soldaten fallen auf einem Schlachtfeld, Menschen tragen lebenslange Wunden. Kein Ideal, keine Summe Geld ist dieses Gemetzel wert.

Ich flehe euch an, setzt euer Geld woanders ein, zum Wohle der Menschheit.

Inzwischen hat der Landsmann den Friedengott aus der Höhle befreit und betritt ebenfalls den Platz.

Industrieller Luftwaffen: Mir scheint, wir haben im Moment noch ein anderes Problem. Der Landsmann hat es geschafft, den Friedensgott zu befreien!

Industrieller Bodenwaffen: Ich finde, wir sollten einen Rückzug einberufen...

Staatsmann: Hier gebe immer noch ich die Befehle. An alle Rückzug Delta wurde eingeleitet, wiederhole. An alle Rückzug Delta wurde eingeleitet.

Industrieller Luftwaffen: Da wartet hinter uns ein Helikopter, Beeilung!

Staatsmann: Dieser Landsmann, er hatte Glück dass ich nicht die geheime Waffe einsetzen konnte... Er hätte niemals eine Chance gehabt.

Der Staatsmann, die Industriellen und der Kriegssoldat fliehen.


IV. Akt.

Zerstörtes Land in der Nähe der Höhle.

Fabian Friedensgott

Lukas G. Kriegsgott

1. Szene

Die Männer machen sich mit dem Friedensgott auf dem Weg zurück in ihr Dorf, doch noch bevor sie das Dorf erreichen, stellt sich ihnen der Kriegsgott in den Weg.

Kriegsgott: Was ist hier los? Wer hat es gewagt, dich zu befreien!

Friedensgott: Sieh dir das an! Was haben dir die Menschen getan, dass du ihnen das antust? Du zerstörst ihre Felder und verbrennst ihre Häuser, raubst ihnen ihre Lieben und nimmst ihnen ihr Leben. Was hat dieses Morden, dieses Zerstören für einen Sinn? Was bringt dir ein verwüstetes Land? Ist deine Seele aus Stein, gefühlslos? Wie kann dich all dieses Elend erfreuen? Und wo sollen die Menschen morgen leben? All jene, die nicht verhungert sind, werden fortgehen von hier. Ist es das was du willst? Einsam leben auf verbrannter Erde?

Kriegsgott: Das ist Sinn und Zweck meines Tuns!

Der Friedengott merkt, dass er mit Fragen dem Kriegsgott nicht beikommt. Also ändert er seine Strategie.

Friedensgott: Sieh dich doch um, zerstörte Häuser und verbrannte Erde. Du hattest deinen Spaß, hast dich abregiert, hast dabei ganze Ländereien verwüstet und Leben vernichtet. Ich hingegen war die ganze Zeit eingesperrt in einer Höhle, befreit nur von einigen mutigen Männern. Jetzt stehe ich hier und bin entsetzt über all das Elend in diesem Land. Du brauchst Gewalt, ich brauche Harmonie, du hattest deinen Spaß, jetzt ist meine Zeit gekommen.

Ich bitte dich, zieh dich zurück und lass wieder Frieden in dieses Land einkehren.

Kriegsgott: Ungern, aber wenn es sein muss... Bevor am Ende keiner mehr da ist, den ich beherrschen kann...

Ich werde aber von Zeit zu Zeit wiederkommen, um Tabula rasa zu machen. Vergiss nicht, nur durch mich lernen die Menschen dich erst wirklich schätzen.

Der Kriegsgott zieht sich zurück.


V. Akt.

Bauernhof

Fabian Huck Friedensgott

Stefan Ursch Landsmann

Alle Vorherigen

5. Akt, 1. Szene

Der Landsmann, der schon einen harten Kampf erwartet hatte, ist über den Ausgang der Verhandlungen aber äußerst zufrieden.

Landsmann: Diesen Frieden lob ich mir!

Nun heißt es aber richtig anpacken, um dieses Land wieder neu aufzubauen.

Friedensgott: Keine Sorge! Ich sehe die herrliche Natur bereits vor mir: Die satten Farben, duftende Blumen, frische Luft zum Atmen, saftiges Obst und Gemüse auf unseren Feldern, gesundes Vieh in unserem Stall, Kinderlachen in unseren Häusern – ein Paradies. Wir werden gemeinsam grüne Bäume und Sträucher pflanzen und neue Häuser bauen. Du wirst sehen, wie schnell alles wieder wächst und gedeiht! Lass uns doch gemeinsam das Wunder der Schöpfung und den lang ersehnten Frieden feiern!

Landsmann: Am besten gleich .... mit einem großen Friedensfest. Auf, alle zu mir auf den Hof. Und... Freibier für alle!

Der gelungene Frieden wird in einem großen Fest gefeiert, zu dem der Bauer alle Beteiligten und sogar den Kriegsgott mit einlädt. Denn es war ihm gelungen, einen weiteren krieg zu verhindern...