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Maturareise in Valencia

Der Heilige Gral, Tapas und Sangria: auf Maturareise in Valencia

 

Die Türen des Flugzeugs öffnen sich. Zwischen anderen Reisenden treten 31 Schüler und drei Lehrer auf die Fluggasttreppe. Mit dabei: Handgepäck, Sonnenbrille, Badehose und viel Lust zu feiern und entspannen.

Valencia. Eine 800.000 Einwohner Stadt im Südosten Spaniens. Das Ziel der beiden diesjährigen Maturaklassen der LBS Handwerk und Industrie Bozen. Fünf Tage lang werden sie sich hier kulturell betätigen, ausruhen und unterhalten. Als Krönung ihrer 13-jährigen schulischen Laufbahn.

Am ersten Tag in der drittgrößten Stadt Spaniens ist ein gemeinsames Abendessen in einem ruhigen Lokal in der Innenstadt vorgesehen. „La Reina - Die Königin“ nennt sich das traditionell-spanische Restaurant und ist sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen sehr beliebt.

Nachdem Tapas serviert wurden, steigt die Vorfreude auf die berühmt-berüchtigte „Paella Valenciana“: ein Reisgericht aus der Pfanne mit Bohnen, Hühnchen- und Kaninchenfleisch. Große Portionen des weltbekannten Gerichts werden verteilt. Teilweise sogar zweimal - lecker!

Mit Wind in den Haaren und stechend heißer Sonne im Gesicht radeln die Schüler am nächsten Tag durch den neun Kilometer langen Park Richtung Strand. Sie wollen sich im Meer abkühlen, sofern es die ständig anhaltenden Böen erlauben. „Cerveza, cerveza…“, brüllt ein gleichgültig aussehender Wanderhändler durch die Sonnenschirme der vielen Badegäste. Die Tapferen wagen auch schon den ersten Schritt in das erschreckend kalte Mittelmeerwasser.

Die Stadt wurde vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet. Deren Bauwerke liegen heute unter dem Stadtgebiet und wurden vor allem im Laufe der letzten Jahre vermehrt ausgegraben. Später kamen etliche Völker an Valencia vorbei, unzählige Schlachten wurden hier ausgetragen. Sogar der Heilige Gral, die wichtigste Reliquie der Christen, soll sich in einer Seitenkapelle der Kathedrale befinden.

Laue Temperaturen und viel Bewegung prägen die spanischen Nächte. An jeder Ecke befindet sich eine kleine Kneipe. Die Schüler trödeln im „Fox Congo“ ein, eine kleine aber schick aussehende Disko, die unweit vom Stadtzentrum liegt. Hier werden sogar sämtliche Musikwünsche erfüllt. Die Playlist scheint gut sortiert. Unter den Gästen erspäht man sogar einige bekannte Gesichter – es sind mehrere Klassen aus Südtirol an Ort und Stelle. -

Die Schüler und deren Begleiter stehen wieder auf der Fluggasttreppe. Dieses Mal mit ernster Miene und einem Sonnenbrand im Nacken. Sie nehmen Abschied. Von Sonne, Kultur und Sangria. Es fühlt sich jedoch eher nach einem „Auf Wiedersehen“ an, keinem Lebewohl.

 

Reportage von Jarno Scantamburlo 5A

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